Bonns Schlagader

Die Bundesstraße 9 im Wandel der Zeit

Das Projekt

Von Sylvia Binner, Chefin vom Dienst

Binner004_SWKennen Sie Manfred Hallier? 20 Jahre lang war der Bonner Chef der weißen Mäuse und hatte mit seinen Kollegen freie Fahrt auf der Bonner Diplomatenrennbahn. Als Eskorte für Staatsoberhäupter wie Jimmy Carter, gekrönte Häupter wie den Tenno oder sogar den Papst. Sie kennen Manfred Hallier nicht? Dann wird es höchste Zeit, ihn kennenzulernen.

Das können Sie. Ihn und noch viele andere Menschen und Geschichten, die entlang der Bundesstraße 9 spielen. Die neue Serie des Bonner General-Anzeiger blickt auf die B9 aus historischer Sicht, auf ihre Rolle zu Zeiten der Bonner Republik, als Verbindungsstraße von Nord nach Süd und auf ihre Bedeutung als Wirtschaftsstandort mit Zukunftsperspektiven.

Wer Ihnen von der B9 erzählt? Simon Bartsch, Clemens Boisserée, Marcel Dörsing, Sebastian Fink, Ariane Fries und Moritz Rosenkranz. Die kennen Sie auch nicht? Es handelt sich um die Volontäre des General-Anzeigers. Sozusagen die Auszubildenden der Redaktion. Die sechs Nachwuchsjournalisten haben sich das vielbefahrene Herzstück Bonns als Thema ausgesucht, haben ein Konzept geschmiedet, Ihnen mit allen Erzählformen die Früchte ihrer Recherchen und Gespräche nahe zu bringen.

Unterhaltsam und informativ, amüsant und nachdenklich, in der gedruckten Zeitung und mit den digitalen Möglichkeiten des Internets. Unterstützt von den Fotografen Volker Lannert und Nicolas Ottersbach, die aktuelle Fotos und Filmsequenzen beisteuerten, aber auch mit Hilfe von Grafiken, alten Gemälden und Aufnahmen aus den Archiven zeichnen die Volontäre ein abwechslungsreiches Bild der verkehrsreichen Magistrale, die bestimmt jeder aus Bonn und der Region schon befahren oder begangen hat.

Worum es sonst noch geht? Eigentlich um alles und jedes, was mit der Bundesstraße 9 zu tun hat. Um Geschichte und Geschichten rund um die Bonner Verkehrsschlagader, die so viele Spitznamen trägt und mindestens ebenso viele Funktionen hat und hatte. Als Diplomatenrennbahn, Bannmeile, Regierungsboulevard oder als Museumsmeile hat sie von sich reden gemacht. War Schauplatz von Historie als Wiege der Bundesrepublik, dient und diente ganz einfach als Weg von A nach B, von den Niederlanden nach Frankreich oder einfach nur quer durchs Stadtgebiet – von Bad Godesberg in den Bonner Norden und zurück.

Klaus Kinkel kennen Sie ganz sicher. Der frühere Außenminister der Bundesrepublik Deutschland lebt heute in Sankt Augustin, aber ihn verbindet immer noch vieles mit der B9, an der sich früher eine Botschaft an die andere reihte. Was genau erfahren Sie auf einer weiteren Doppelseite in einem Interview mit dem 77-Jährigen, der sich staatsmännisch präsentieren, aber auch ausgelassen mit seinem Hund Jago herumtoben kann.

„Bonn hat die Lampen an“ heißt es in der dritten Ausgabe des Projekts, wo die Beleuchtungskörper entlang der Straße unter die Lupe genommen werden, aber auch die Höhe der Mieten im Umfeld der Bonner Dax-Unternehmen eine Rolle spielt. Zum Ausklang schweift der Blick auf der letzten B9-Seite über die Bonner Stadtgrenzen hinaus. Nach Köln, aber auch bis in die Niederlande und nach Frankreich.

Sind Sie neugierig geworden? Dann wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre unseres Volontärsprojektes über die B9.

Die B9 historisch

Helden, Hauptstadt, hohe Tiere

Wilde Tiere, die über einen Vorhang linsen, der vermutlich charismatischste US-Präsident der Geschichte und eine römische Badeanlage haben auf den ersten Blick nicht viel gemein. Dabei verbindet sie alle eins. Sie sind prägende Teile der B9-Historie. Von der Römersiedlung bis hin zur Wiege der deutschen Demokratie – die Bundesstraße hat eine beeindruckende Entwicklung durchlebt. Und genau dort haben sich Simon Bartsch und Marcel Dörsing auf Spurensuche begeben.

Antike Rheintalstraße: Wir befinden uns in den Jahren 13 bis 9 vor Christus. Bonn ist von den Römern besiedelt. Ganz Bonn? Nein. Auf dem Gebiet der späteren Bundesstadt gibt es auch Siedlungen der Ubier, eines Volkes der Germanen. Aber es sind die römischen Legionäre, die einen Weg parallel zum Rhein ausbauen. Über diesen können die Römer ihre Truppen möglichst schnell verlegen. Noch heute ist der Verlauf der Adenauerallee nahezu identisch mit der antiken Rheintalstraße. Sie führt von Italien, über die Alpen, Straßburg, Speyer, Mainz, Koblenz, Remagen und Bonn bis nach Köln – die frühe Form der B9 ist geboren.
Nur noch wenige Spuren erinnern an diese Zeit. Doch es gibt sie, wenn auch nicht immer sichtbar. Bei Umbauarbeiten des Collegiums Albertinum in der Südstadt entdecken Arbeiter 1989 eine römische Badeanlage. Auch im Haus der Geschichte sind Zeugnisse der Römerzeit zu bewundern. Beim Bau des Museums stoßen Archäologen auf einen gut erhaltenen Kellerraum.
Hans-Hoyer von Prittwitz, wissenschaftlicher Referent im LVR-Landesmuseums Bonn, glaubt zu wissen, wie die B9 im ersten Jahrhundert aussah. Die Straße dürfe man sich nicht als durchgehend gepflasterten Weg vorstellen wie Römerstraßen gerne dargestellt werden. „Das hätte ja auch ein Vermögen gekostet“, so von Prittwitz. Stattdessen müsse man sie sich eher als einen lediglich befestigten und mit Gräben vor Unterspülung geschützten Weg vorstellen.

  • 1950
  • 1950
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  • LVR-Animation_B9
  • B9
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  • Hochkreuz-Zeichnung
  • Festakt Parlamentarischer Rat - Herzog bei der Rede
  • Jan Ullrich und Erik Zabel
  • Konrad Adenauer

Hochkreuz: Streng blickt niemand Geringerer als John F. Kennedy auf das Monument, das da mitten auf der Kreuzung zwischen Godesberger Allee und Kennedyallee prangt. Mit ihren verschränkten Armen wirkt die Statue des ehemaligen US-Präsidenten, als wolle sie das Denkmal beschützen. Als das Hochkreuz vermutlich im 14. Jahrhundert erbaut wird, kann aber auch noch niemand ahnen, welchen Gefahren es ausgesetzt sein würde. Gemälde aus dem 18. und 19. Jahrhundert belegen die einst idyllische Lage des Wegekreuzes – gelegen an einer mit Linden bepflanzten Allee.
Heute ist von der Idylle nicht mehr viel zu sehen. Über zwei Spuren drängeln sich die Autos sowie die Straßenbahnen am südlichen Teil der Bonner B9 entlang. Auch daraus resultierten schwere Schäden an dem Denkmal. Immer wieder muss das Hochkreuz renoviert werden. Das einst beliebte Ausflugsziel wurde 1957 einige Meter versetzt und schließlich aufgrund der Schäden gegen eine Kopie ausgetauscht. Während das Original mittlerweile im Rheinischen Landesmuseum Bonn steht, ist die Kopie den Strapazen des Alltags ausgesetzt. Dafür hat sie aber mit Kennedy einen prominenten Beschützer.

Koblenzer Tor: Dass die Hauptverkehrsschlagader der Stadt direkt durch das Hauptgebäude der Bonner Universität führt, ist verwunderlich. Zugegeben: Als Kurfürst Clemens August von Bayern im 18. Jahrhundert das Schloss mit einem Galerieflügel zum Rhein hin verbreitern lässt, kann er noch nicht ahnen, dass auf der schmalen Straße einmal eine Blechlawine rollen wird. Erst mit der französischen Herrschaft am Rhein (1794-1814) beginnt ein großzügiger Straßenbau in der Region, den die preußische Regierung fortsetzt. Das Koblenzer Tor (früher: Michaelstor) ist heute zweifelsohne das Nadelöhr der B9. An dieser Stelle, an der sich die Adenauerallee durch den dreigeschossigen Torbau zwängt, hat sie noch die Maße der mittelalterlichen Einfallstraße, über die Händler auf Pferdewagen ihre Waren in die Stadt brachten, um sie auf dem Marktplatz zu verkaufen. Als die Stadtverwaltung 1948 zusätzlich einen weiteren Durchbruch durch das ehemalige Schloss vorschlägt, stößt sie allerdings auf Widerstand. Zum Glück gibt es heute ein zweites Tor, durch den der Verkehr stadtauswärts geleitet wird. Trotzdem ist das Nadelöhr „Koblenzer Tor“ geblieben. Das hat auch etwas Gutes: Hier, zwischen Hofgartenwiese und Stadtgarten, ist die B9 allenfalls ein schmaler Strom – dem Nadelöhr „Koblenzer Tor” sei Dank. Denn so avancierte der Stadtgarten inklusive des Alten Zolls zum grünen Studenten-Dorado.

Die Friedrich-Ebert-Alle von 1930 bis 1950 (Fotos: Stadt Bonn)

Adenauerallee: Der 18. Oktober 1944 war ein schwarzer Tag in der Geschichte Bonns. Bei dem größten Bombenangriff auf die Stadt sterben über 300 Menschen. Der Zweite Weltkrieg verändert das Gesicht Bonns innerhalb weniger Minuten. Die damalige Bonner Altstadt liegt in Trümmern. Auf der Koblenzer Straße (heute: Adenauerallee) zieht sich das Band der Verwüstung bis etwa auf Höhe der Weberstraße. Königshof, Beethoven-Gymnasium, Ernst-Moritz-Arndt-Haus und private Villen werden zerstört. Die Bonner Universität brennt bis auf die Außenmauern nieder. Im Vergleich zu anderen deutschen Städten hält sich der Schaden jedoch in Grenzen. Dieser glückliche Umstand sollte Bonn Jahre später bei der Wahl der Bundeshauptstadt einen entscheidenden Vorteil einbringen.

Museum Koenig: Was ist naheliegender, als nach den historischen Eckpfeilern der B9 in einem Museum zu suchen. Im Haus der Geschichte? Klar. Aber ausgerechnet im zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig? Doch. Hier befindet sich die Wiege der Bonner Demokratie. Eines der wichtigsten Dokumente der Geschichte der Bundesrepublik wurde angeblich unter den Augen einer Giraffe verhandelt: das deutsche Grundgesetz. Im Lichthof des Museums Koenig findet am 1. September 1948 die Eröffnung des Parlamentarischen Rats statt. Dieses Gremium ist von den Alliierten eingesetzt worden, um das Grundgesetz auszuarbeiten. Neben den Vertretern der Alliierten wohnen auch die präparierten Tiere des Museums der Festivität bei. Abgedeckt, hinter Vorhängen. Nur die Giraffen sollen über die Gardinen gelugt haben.

Wenige Kilometer entfernt, von der B9 erreichbar, tagt in der Pädagogischen Akademie fortan der Parlamentarische Rat. Zwölf Monate nach der Einberufung, am 8. Mai 1949, verabschiedet das Gremium mit 53 gegen 12 Stimmen das Grundgesetz. Am 23. Mai 1949 wird es verabschiedet. Nachdem Bonn am 3. November 1949 endgültig zum „vorläufigen Sitz der Bundesorgane“ gewählt worden ist, erlebt die B9 in Höhe Adenauerallee (früher: Koblenzer Straße) einen rasanten Aufschwung. Das ist bitter nötig. „Die B9 war damals eine armselige Straße“, erinnert sich Heinrich Schöpe, der von 1975 bis 1989 Referatsleiter des Ministerialrats für den Ausbau Bonns zur Bundeshauptstadt war.

Innerhalb der nächsten Jahre werden zahlreiche Gebäude aus dem Boden gestampft, in die verschiedene Ministerien einziehen. Vorhandene Gebäude wie das 1860 fertiggestellte Palais Schaumburg oder die 1868 erbaute Villa Hammerschmidt fungieren als Dienstsitz des Bundeskanzlers oder des Bundespräsidenten. Trotz zwischenzeitlichem Baustopp wächst das Regierungsviertel kontinuierlich. „Das ging alles sehr schnell. Die Finanzierung war überhaupt kein Problem“, so Schöpe.

Haus der Geschichte – Museumsmeile: Das Haus der Geschichte ist per se eine gute Station für jeden Zeitreisenden. Das Museum enthält aber nicht nur Geschichte, es ist auch Geschichte: Es steht für ein neues Kapitel in der Historie der B9 mit der Überschrift „Museumsmeile”. Bereits in den siebziger Jahren plant der Bund, Kulturbauten in Bonn zu errichten. Ziel ist es, das Regierungsviertel für Besucher attraktiver zu machen. Die B9 bietet zu diesem Zeitpunkt ausreichend Platz.
Noch in den sechziger Jahren sind weite Teile der Friedrich-Ebert-Allee von Ackerfeldern umgeben. Unter anderem werden ab 1985 für rund 100 Millionen D-Mark zwei Kunstmuseen gebaut. „Das städtische Kunstmuseum ist aus heutiger Sicht ein bisschen groß geworden, dazu die Kunsthalle als Konkurrenz ist ein bisschen viel“, so Schöpe, der an der Konzeption beteiligt war.

Friedrich-Ebert-Allee: Magenta so weit das Auge reicht. Zugegeben: Heute muss man diesen Teil Sportgeschichte in einem anderen Licht sehen, doch vor 17 Jahren war Jan Ullrich einer der größten Protagonisten des Sports. Als Edelhelfer des Tourfavoriten Bjarne Rijs gestartet, gewinnt „Ulle“ 1997 als bislang einziger deutscher Radsportler die Tour de France. Damals möglicherweise zu recht unverdächtigt, wird der später geständige Dopingsünder an diesem 28. Juli 1997 von 20 000 Bonnern frenetisch gefeiert – auch auf der Friedrich-Ebert-Allee.
In Cabrios werden Jan Ullrich, Erik Zabel und Co. von der damaligen Telekom-Zentrale zum Rathaus gebracht, um sich dort ins Goldene Buch einzutragen. „Sie stehen in einer Reihe mit Adenauer, de Gaulle, Gorbatschow und dem Papst“, erklärte Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. „Ich bin es gewohnt, dass die Champs-Elysees für uns freigemacht werden, aber dass für uns die Straßen in Bonn gesperrt werden müssen, hätte ich nicht gedacht“, wunderte sich der sportlicher Leiter der Telekom-Teams, Walter Goodefroot.
Einen weiteren bedeutenden Staatsmann hatte Diekmann in ihrer Auflistung vergessen. 34 Jahre vor Ullrich war der wohl beliebteste US-Präsident der Geschichte unter dem Beifall der Bonner über die Friedrich-Ebert-Allee chauffiert worden – allerdings in die andere Richtung. John F. Kennedy hatte die damalige Hauptstadt besucht.

Museumsplatz: Mit mehr als 900 Millionen verkauften Tonträgern gehört Sir Elton John zu den erfolgreichsten Interpreten der Welt. Am 7. Juni 2005 bejubeln 4500 Bonner den britischen Popstar auf dem Museumsplatz – weitere Stars sollten ihm folgen.
1997 wird die Fläche zwischen Bundeskunsthalle und Kunstmuseum Bonn zum Bonner Musik-Mekka. Künstler wie ZZ Top, Alice Cooper oder REM gaben sich auf dem Museumsplatz die Ehre. Nach 14 Jahren ist Schluss, die Konzertreihe wird eingestellt und verlegt. Von der einstigen Römersiedlung ist nicht viel geblieben. In einer Hinsicht hat die einstige Römersiedlung also sogar etwas mit dem widerspenstigen gallischen Dorf gemein. Auch an der B9 wird die Musik am Ende verbannt.

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Die B9 politisch

Warten auf früher

Die kleine Holzhütte passt überhaupt nicht ins Bild. Eingepfercht zwischen einem modernen Hotelkomplex, dem ehemaligen Kanzleramt und dem Rhein wirkt der Imbiss trist und verloren. Die Terrasse ist leer, keinen vorbeiziehenden Spaziergänger lockt das Tagesangebot an – „hausgemachter, bayrischer Schweinsbraten mit Kartoffelknödeln“ für sieben Euro. Im Innenraum des Imbisses staut sich die warme Sommerluft, es riecht nach Fett und Spülmittel. Die Kaffeemaschine rattert und dampft. „Geld drucken kann sie aber leider nicht“, sagt der Mann hinter dem Tresen. Dabei könnte er es so gut gebrauchen.

Jürgen Rausch hat bessere Zeiten erlebt. Der Imbiss ist nur ein vorübergehender Arbeitsplatz, er will so schnell wie möglich zurück in seinen ovalen Betonklotz. Auch nicht schön, aber geschichtsträchtig. Rausch gehört das Bonner Bundesbüdchen, in Zeiten der Bonner Republik versorgte er die großen Staatsmänner mit Zeitungen und Zigaretten, mit Gummibärchen und Bockwürsten. Als die Regierung Bonn verließ, blieben Rausch und sein Kiosk. Bis das World Conference Center Bonn (WCCB) samt großem Tagungshotel gebaut werden sollte. Das Bundesbüdchen musste weichen, zwei Jahre sollte es in einer Spedition gelagert werden.

Seitdem schwelgt Rausch in seinen Erinnerungen – beispielsweise an die von 1985: Kurz nachdem er den Kiosk übernommen hatte, kam der SPD-Politiker Herbert Wehner zu ihm. Im Plenarsaal sprach gerade Franz Josef Strauß, mit dem sich Wehner oft hitzige Rededuelle geliefert hat. Es war offensichtlich, dass beide keine Freunde waren, Wehner verglich den CSU-Chef einmal gar mit Joseph Goebbels. Der SPD-Mann ging zu Rausch, im Radio lief die Strauß-Rede. „Da spricht gerade einer der intelligentesten Menschen im Bundestag“, sagte Wehner. „Hören Sie sich das an!“ Das imponierte auch Rausch.

Nach zwei Jahren in einer Bornheimer Spedition sollte das Bundesbüdchen dann wieder neu an alter Stelle aufgebaut werden. Darauf wartet der 67-Jährige nun schon seit acht Jahren. „Ich habe wirklich gedacht, dass es nicht so lange dauert. Acht Jahre sind für mich die Hölle, einfach bedrückend.“ Heute schließt er den Imbiss, der eigentlich in der Zeit bis zum Wiederaufbau des Kiosks sein Einkommen sichern sollte, schon um 14 Uhr. Um diese Uhrzeit ist am Ende der Sackgasse nichts mehr los. Das Hotel ist noch nicht eröffnet, nur wenige Arbeiter sind auf der Baustelle zu finden. Wenigstens sind überhaupt wieder Arbeiter da, lange Zeit ruhte die Baustelle.

Der Baustopp am WCCB hat Rausch den Rest gegeben

Bonn war auf einem guten Weg, den Umzug der Bundesregierung nach Berlin zu verkraften. Neue Arbeitsplätze wurden geschaffen, die Vereinten Nationen in die Bundesstadt geholt. Das WCCB sollte das zentrale Puzzlestück des Wandels sein, dafür fehlte aber Geld. Ein Investor wurde gesucht, der falsche ausgewählt. Der Koreaner Man-Ki Kim versprach den Kommunalpolitikern viel Geld, mittlerweile sitzt er in Haft. Es ist aktuell wohl der kriminellste öffentliche Bauskandal Deutschlands. Jürgen Rausch hat alles aus nächster Nähe miterlebt – wie schon früher, als direkt neben seinem Kiosk die große Politik gemacht wurde.

Eine kleine Mappe hat er griffbereit, alte Fotos und Zeitungsartikel sind darin gesammelt. Es zeigt die Geschichte des Bundesbüdchens, auch die Geschichte Rauschs. 1984 übernahm er den Kiosk von seiner Mutter. Viele Bilder hat er anderen mitgegeben, nur wenige Fotos sind ihm geblieben. „Es ist beschämend, nur noch so wenige Bilder zu haben“, sagt er. Aber die gebliebenen lassen ihn lächeln. Vor allem ein Schwarz-Weiß-Foto: eine junge Frau mit Zeitungen vor einer Betonwand. „Das ist mein Muttchen, vor über einem halben Jahrhundert.“ Er ist stolz auf seine Mutter, dankbar für ihre Arbeit damals.

Der Imbiss ist geschlossen, die Kasse zu. Plötzlich taucht doch noch ein Bauarbeiter auf. „Ich wollte eigentlich noch ein Wasser“, sagt der Mann im Blaumann. „Hol ich dir, bezahlst du einfach morgen.“ Jürgen Rausch vertraut seinen wenigen Kunden. Früher haben seine Kunden ihm auch vertraut, ihm die Zusammenhänge im Bundeskanzleramt erklärt. Er profiliert sich nicht mit seinen Begegnungen mit der Politikprominenz, er verrät keine Geheimnisse. Das hat er nie getan. Was er erzählen kann, erzählt er aber gerne und oft.

Wie beispielsweise vom 11. März 1999 – der Tag, an dem Oskar Lafontaine als Bundesfinanzminister zurücktrat. Der ehemalige Außenminister Klaus Kinkel rief ihm von der Straße gegenüber zu, dass Rausch keinen Finanzminister mehr habe. „Verdammt nochmal, lasst mich doch damit in Ruhe. Das ist euer Bier“, hat er gedacht. Zurückgerufen hat er trocken: „Sie auch nicht“. Auch Joschka Fischer war oft Gast am Bundesbüdchen, kaufte zeitweise bis zu 17 Zeitungen und Zeitschriften am Tag. Vom Steinewerfer zum Vizekanzler – für Rausch eine respektable Leistung. „Der war ein Taxifahrer, ein Schluffi“, sagt Rausch und kann sich ein Lachen nicht verkneifen.

Das Bundesbüdchen vor seinem Abbau und im aktuellen Lagerzustand. (Fotos: Privat-Archiv)

Ein Alphadackel im Regierungsviertel

Weniger Respekt vor Fischer hatte dagegen Rauschs Dackel. Ein gut erzogenes Alphahündchen sei er gewesen, hätte nie irgendetwas gemacht. Nur ein Problem hatte der Dackel: „Er hat sich eingebildet, das Regierungsviertel sei sein Revier“, sagt Rausch. Und in diesem Revier mochte er keine Jogger. Fischer aber lief gerne und viel. „Wau! Wau! Wau!“, äfft Rausch seinen Dackel nach. Hinter Fischer hetzte der Kläffer her, der zeigte sich aber unbeeindruckt. Gebissen hat er ihn nicht, und so kam Fischer auch noch danach zu Rausch, um seine Zeitungen einzukaufen. Solch kantige Typen vermisst er heute. Das Gefühl, dass die Politik nicht mehr so einfach und direkt funktioniere wie noch zu Bonner Zeiten, begleitet ihn und holt ihn aus seinen Erinnerungen zurück.

Rauschs Blick schweift vom Imbiss aus wieder nach draußen. Nur knapp 50 Meter entfernt liegt der Ort, an dem sein Bundesbüdchen einmal stand. Jetzt ist dort eine kleine Baugrube direkt vor dem modernen Hotel. Der neue Investor habe sich bereit erklärt, das Bundesbüdchen wieder aufzustellen. Wohl aber nicht an alter Stelle, sondern dort, wo jetzt die Holzhütte steht. Ein neuer Förderverein soll Rausch finanziell beim Wiederaufbau unterstützen, gegründet ist dieser aber noch nicht. Wie lange der 67-Jährige noch auf seinen Kiosk warten muss, ist ungewiss. Vielleicht ja noch in diesem Jahr, hofft Rausch. Aber auf den einen oder anderen Monat mehr wird es nach acht Jahren auch nicht mehr ankommen. So lange wird Jürgen Rausch weiter warten: auf Kunden, seinen Betonklotz sowie den Glanz und Charme von früher. Darauf, dass die alte Zeit noch einmal zurückkehrt.

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Die B9 heute

Von Ariane Fries, Interview von Clemens Boisserée

Ein Wirtschaftsmotor für die Stadt

Die B 9 ist teuer für die Stadt. Schon 1974 war es in der Politik Konsens, dass die Straße als wichtigster Verkehrspunkt zu einer Regierungsallee werden sollte. Stand 2004 hat alleine diese Neugestaltung der Straße zur Allee knapp 16 Millionen Euro gekostet. Bis 2006 sollten zusätzlich 25 Millionen Euro in das Regierungsviertel fließen, davon das meiste Geld in die B 9.
Es dauerte länger, bis alle Wünsche abgearbeitet waren. Nachzügler aus diesem ehrgeizigen Programm ist etwa der Ausbau der B 9 zwischen Langenbachstraße und Adalbert-Stifter-Straße. Anders als der Trajektknoten wird dieses Stück allerdings aus dem städtischen Haushalt bezahlt und soll 2015 fertiggestellt sein. In Zukunft kommen noch weitere Kosten auf die Stadt zu. Nach den Investitionen muss so eine Infrastruktur auch unterhalten werden.

Von 2012 bis 2014 hat die B 9 etwa 5,67 Millionen Euro verschlungen. Darin enthalten sind nur die Kosten für Kanalbau, Fahrbahnsanierung, Straßenneubau in 2014 und eben Großbauprojekte wie die sicherheitstechnische Nachrüstung im Godesberger Tunnel, die 2012 stattfand. Für 2015 ist eine weitere, drei Millionen Euro teure, Baustelle im Godesberger Tunnel geplant. Jährlich fallen zudem für die Straßenbeleuchtung Kosten in Höhe von 177.000 Euro an. Die Pflege der Grünflächen etwa entlang der Museumsmeile oder am ehemaligen Platz der Vereinten Nationen sind in den Berechnungen ausgeklammert worden. So kommt mit den oben genannten Posten eine Summe in Höhe von etwa 6,2 Millionen Euro zusammen, pro Jahr rund 2,07 Millionen Euro. Oder auf den Kilometer umgerechnet, pro Jahr knapp 14.000 Euro.

Damit liegt dieses grob überschlagene Kostenvolumen über den Durchschnittsberechnungen des Landes Nordrhein-Westfalen. „11.000 Euro kostet der Unterhalt einer Bundesstraße pro Jahr pro Kilometer“, sagt Bernd Aulmann, Sprecher von Straßen.NRW. Normalerweise zahlt das Land die Kosten für eine Bundesstraße. Wohnen allerdings in der Kommune mehr als 80.000 Einwohner, muss eine Bundesstraße auf dem Stadtgebiet aus der jeweiligen Stadtkasse unterhalten werden. Bezahlt wird das in der Regel aus den Steuereinnahmen, wie zum Beispiel aus der Gewerbesteuer. Welches Unternehmen die Kasse mit wie viel Geld füllt, lässt sich nicht mit harten Zahlen belegen. Das Steuergeheimnis verbietet explizite Auskünfte seitens der Stadt. Und die Unternehmen hüten sich, Zahlen preiszugeben.

Aber die Gesamtsumme der Einnahmen muss im Haushalt veröffentlicht werden. 2013 nahm die Stadt durch die Gewerbesteuer 181 Millionen Euro ein, wie Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch in einem GA-Interview mitteilte.

Die an der B9 angesiedelten Unternehmen wie Post, Telekom und Postbank profitieren von der Infrastruktur. Ihre Arbeitnehmer und die anderer dort ansässiger Firmen fahren zur Hauptverkehrszeit Kolonne über den Asphalt. Die Gewerbesteuer dieser Unternehmen als städtische Einnahmequelle dürfte nicht gering sein. Ein Teil davon fließt in die Bonner Infrastruktur und damit auch in die B 9.

Eine Erhöhung der für Kommunen wichtigen Einnahmequelle könnte die Stadtkasse ordentlich füllen. So steht die Gewerbesteuer auch bei den Bonner Steuereinnahmen auf Platz eins. Aber der Oberbürgermeister will nicht erhöhen: „Diejenigen, die die Arbeitsplätze bereitstellen, müssen Erträge erwirtschaften können, sonst stellen sie diese Arbeitsplätze nicht bereit. Das hat für uns Vorrang. Eine Erhöhung wäre abträglich.“ Kein Wunder, denn auf Platz zwei der Steuereinnahmen steht die Einkommensteuer. Alleine die drei Konzerne plus die internationale Organisation „Vereinte Nationen“ bieten zusammen rund 22.000 Arbeitsplätze auf dem Bonner Stadtgebiet.

Die Bebauung Bonns und entlang der Bonn zwischen dem 19. Jahrhundert und bis 1974. (Fotos: Privat-Archiv)

Was die Konzerne entlang und in Reichweite des B 9-Asphalts etwa dem Bund einbringen, lässt sich ungefähr ermitteln. Denn der Bund ist direkt und indirekt durch seine Aktienanteile an der Deutschen Telekom und der Deutschen Post beteiligt. Die KfW-Bank ist an beiden Konzernen beteiligt und ihres Zeichens eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Dementsprechend hält die Bundesrepublik Deutschland vier Fünftel und die Bundesländer ein Fünftel des KfW-Kapitals. 2013 betrug die Dividendenausschüttung der Deutschen Post an die KfW-Bank 203 Millionen Euro. Die Ausschüttung der Deutschen Telekom erhielt die Staatsbank in Aktien. Diese Möglichkeit hat der Bund indes nicht genutzt. Er ließ sich 453 Millionen Euro ausbezahlen.
Hinsichtlich möglicher Aktienanteile an der Deutschen Post teilte Martin Chaudhuri, Sprecher des Bundesfinanzministeriums, mit: „Die Bundesrepublik Deutschland besitzt unmittelbar keine Aktien mehr an der Deutsche Post AG.“ Der KfW-Anteil beträgt 21 Prozent.

An der Postbank ist Deutschland nicht beteiligt. Denn die Aktiengesellschaft gehört der Deutschen Bank. Sie hält 94,1 Prozent der Aktien. „Beteiligungen der öffentlichen Hand an der Deutschen Bank sind uns nicht bekannt“ , teilte Ronald Weichert, Pressesprecher der Deutschen Bank, mit.
Die beiden Dax-Unternehmen füllten den Bundeshaushalt 2013 – direkt und indirekt – mit 656 Millionen Euro. Die wirtschaftlichen Prognosen für die einstige Hauptstadt sehen gut aus. „Bonn hat die größte Wirtschaftskraft in ganz NRW. Darauf kann die Bürgerschaft stolz sein“, leitete Nimptsch aus dem Wirtschaftsbericht 2013 ab. Nach den Angaben für das Jahr 2013 hat jeder Bonner 84 394 Euro erwirtschaftet. Aber: Große Wirtschaftskraft bedeute nicht automatisch hohe Steuern für die Stadtkasse, so Nimptsch.

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Die B9 abseits Bonns

Auf den Ringen nachts um halb zwei

Auf den Bürgersteigen einer Stadt begegnet sich der Querschnitt der Gesellschaft. Vom Bettler bis zum Bonzen, vom Oberkellner bis zum Oberarzt, vom Einzelhändler bis zum Eisverkäufer. Natürlich ist das auch in Köln so. Mit einer Einschränkung: Wenn es am Wochenende dunkel wird, verringert sich die Schnittmenge rapide: Dann geht es auf den Ringen, wie die B 9 hier genannt wird, vor allem um Party, Alkohol und Spaß – um sehen und gesehen werden. Auf der Straße, auf den Bürgersteigen, in den Bars und in den Clubs. Die Geschäfte haben längst geschlossen, Einzelhändler und Eisverkäufer Feierabend und der Oberarzt eine Flasche Rotwein aufgemacht. Geblieben sind neben den Bettlern auch die Bonzen, solche, die es noch werden wollen, und dazu jede Menge Studenten, Auszubildende und Junggebliebene. Und natürlich der Oberkellner – der nun passend Barkeeper genannt wird.

„Lass Ringe gehen“, würde das typische junge Klientel wohl sagen. Anders ausgedrückt: Rein ins Getümmel.
„Der gibt nur noch 20er raus“, sagt die junge Frau im Vorbeigehen. Pech für alle also, die 50 Euro oder einen anderen „krummen“ Betrag abheben wollten. Und das sind einige. Geld ziehen am Barbarossaplatz – an einem Samstagabend ein nerviger Zeitfresser. Vor allem, weil dadurch der Eintritt ins Nachtleben verzögert wird. Am nicht gerade glamourösen Barbarossaplatz beginnt in Köln die Partyzone an der B 9. Sie endet gut zwei Kilometer weiter nördlich hinter dem Friesenplatz. Die offizielle Straßenbezeichnung Hohenstaufenring, später Hohenzollernring, ist dabei allerdings trügerisch: Mit Glanz und Gloria hat das Geschehen auf den Ringen um diese Zeit fast nichts zu tun.

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Schon gar nicht am Barbarossaplatz, der eher von logistischer Bedeutung ist: Neben dem immer hochfrequentierten „Mc Donald’s“ – einem der ältesten in Köln – spielt hier der Verkehr eine große Rolle. Die Bahnlinien 16 und 18, die aus Richtung Hauptbahnhof sowie aus Bonn hier Halt machen, entlassen Tausende Menschen ins Nachtleben und sammeln sie später gnädig wieder ein. Von hier aus fahren aber auch die Linien 12 und 15 analog zum Streckenverlauf der B 9 die Ringe entlang. Die Bahnen bringen die oft aufgekratzten und jolenden Feierwütigen zu ihrem eigentlichen Ziel: dem Friesen- oder Rudolfplatz. Denn zwischen Barbarossaplatz und den zuvor genannten gibt es an den Ringen kaum nennenswerte Feiermöglichkeiten. Der Verkehrsknotenpunkt Barbarossaplatz ist dennoch auch für das Ring-Klientel wichtig, vor allem für das mit fahrbarem Untersatz. Bevorzugtes Modell: Audi R 8. Denn hier lässt sich eine wunderbare Schleife drehen, um die Ringe in die Richtung erneut im Stop-and-go zu befahren, aus der man gekommen ist. Das hat Vorteile für zwei Seiten: Die Fahrer samt Besatzung können so trainieren, möglichst grimmig schauend ohne jede äußerliche Regung jeden einzelnen Blick aufzusaugen. So, als sei es das normalste der Welt, in jungen Jahren mit solch einem Auto die ganze Nacht eine viel zu volle Straße auf – und abzufahren. Andererseits können die, die gerade in Wartschlangen vor Bankautomaten oder Clubs die Zeit totschlagen müssen, zur Unterhaltung mitzählen, wie oft bestimmte Wagen in einer Stunde schon vorbeigekommen sind. O-Ton: „Wat für eine Proletenkarre!“

Während sich abseits der Ringe eher die Alternativen und meist auch etwas Älteren rund um die Zülpicher Straße und im Belgischen Viertel in Läden ohne Türsteher auf ihr Kölsch treffen, sind die Ringe für die Männer an der Tür so etwas wie der Job im Maschinenraum auf einem Schiff: Schwerstarbeit, ohne die nichts läuft. Entsprechend angestrengt und ernst nehmen die immer in schwarz gekleideten und oft mehr als ausreichend gebräunten Jungs ihr Geschäft. Selbst in spaßigen Bagger-Schuppen wie der Klapsmühle muss man erst an ihnen vorbeikommen. Den Klassiker unter den Türsteher-Sätzen – „Aber nicht mit diesen Schuhen, Junge!“ – wird man hier aber nicht hören.
Wenige 100 Meter hinter dem Friesenplatz sollten es in vermeintlichen Nobel-Clubs wie dem Crystal oder dem Diamonds dann aber schon Lederschuhe sein. Dementsprechend edel versuchen sich die immer etwas zu cool dreinblickenden Jungs in ihrem Massen-Modeketten-Schick und die immer etwas zu dick geschminkten Mädels im knappen Kleidchen von der Stange auch zu geben. Man kann ihnen die Anspannung in der Warteschlange von den Augen ablesen. Jetzt nicht reinzukommen – das Wochenende wäre gelaufen.

Mit fortschreitender Uhrzeit wird das Gedränge in den Clubs größer, das auf der Straße weniger. Drinnen wird es hitzig, draußen kühlt es ab. Gegen drei Uhr haben sich auch die Schlangen vor den Bankautomaten deutlich verkürzt. Wer jetzt noch hier steht, tut dies wahrscheinlich nicht zum ersten Mal in dieser Nacht – und fragt sich mit Blick auf den Kontostand wahrscheinlich: Warum ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig?

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